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Die Revolution der „weissen Kohle“„Unser Kanton erlebt eine tiefgreifende Veränderung. Plötzlich ist alles in Bewegung geraten, zum Leben erwacht. Überall möchte man die verlorene Zeit aufholen und wundert sich dabei über eine so lange Untätigkeit. Dieses kleine Land entwickelt auf einmal den Ehrgeiz einer grossen Nation.“ „Ich weiss, dass manche Denker, die lieber in die Zukunft schauen als sich mit der Gegenwart zu beschäftigen, uns sagen: „Wozu die ganzen Anstrengungen, wozu all diese Ausgaben, wo doch die Atomenergie zum Greifen nahe ist und wie durch ein Wunder alle Probleme lösen wird, die uns heute so schwierig erscheinen?“ (…) Doch im Gegensatz zu dem, was man oft sagen hört, sind die Anwendungen und die Entwicklung der Atomenergie weder einfach noch besonders wirtschaftlich. Sie ist keine einfache Sache, denn es gibt noch eine sehr grosse Zahl von Problemen zu lösen. Es ist also nichts Revolutionäres daran, oder jedenfalls nichts, was uns von unserem Ziel abhalten könnte, unser Land und vor allem unsere Industrie mit der benötigten Energie zu versorgen, indem wir weiterhin unsere nutzbaren Gefälle mit den entsprechenden Anlagen ausstatten – wirtschaftliche und unerschöpfliche Quellen, die wir vollständig beherrschen.“ Die Arbeitskräfte„Dieser Bund ähnelt demjenigen, der früher die ersten Schweizer von Uri, Schwyz und Unterwalden vereinte, als sie sich eng zusammenschlossen, um ihr gemeinsames Ideal zu verteidigen. Unser Ideal besteht darin, unsere gewaltige Aufgabe zum Erfolg zu führen, doch dies kann nicht ohne gegenseitiges Vertrauen der einen gegenüber den anderen gelingen – zwischen Kollegen wie zwischen Arbeitern und Angestellten und ihren Vorgesetzten. Die bis heute auf allen Baustellen erreichten Ergebnisse zeigen uns klar, wie sehr wir auf dieses Vertrauen zählen können, um unser Ziel zu erreichen – trotz der Schwierigkeiten, die in den Stollen, an der Staumauer und in den Kraftwerken auftreten, und trotz des strengen Hochgebirgsklimas im Winter wie im Sommer.“ Die Lebensbedingungen„Wir wollen uns ja nicht über den grünen Klee loben, aber es gibt keine Baustellen im Hochgebirge, bei denen die soziale Organisation so gut entwickelt ist. Übernehmen wir nicht eine Vorreiterrolle bei allen neuen Massnahmen, die darauf abzielen, die Lage und das Wohlergehen der Arbeiter zu verbessern? Die Vereinbarung von 1953, das Bestehen eines Arbeiterausschusses, die Einführung eines Prämiensystems in der Produktion, die zunehmende Verbesserung des Wohlergehens der Arbeiter (Wohnungen, Kantine, Verkehrsmittel usw.) und ihrer Beziehungen zu den Vorgesetzten, die Vergrösserung und der Ausbau unserer zentralen Krankenabteilung, die von der SUVA bereits als Baustellenspital angesehen wird, mit ihren zwei Ärzten, ihren zwei Ordensschwestern und ihrem Pflegepersonal, der in moralischer Hinsicht hilfreichen geistlichen Tätigkeit der Seelsorge, und vieles mehr.“ Mit dem Auge des Dichters„Und plötzlich sah ich La Dixence. Sie kann sich mit den Bergen messen lassen (…). Ich war davon ganz ergriffen und sagte mir, mit den Blumen in der Hand: Geniesse es! Dieses Bauwerk muss ich auf jeden Fall wiedersehen – es ist das Fundament, der Eckstein, der Prüfstein, der Stein des Anstosses für ein neues Land. Der Nabel des Wallis ist gefunden, und der Roman des Steins nimmt seinen Anfang: gebrochen und zerkleinert, wird er zu anderen Einrichtungen verbracht und endet schliesslich als Beton einer grossen Mauer. Ich betrat den Berg am Ende eines mit Krokussen übersäten, von Lawinen erschütterten Tales und kam bei einem anderen heraus, sehr weit weg. Von Cheilon zur Baustelle von Hohwäng, gegenüber dem Matterhorn, sind es zwanzig Kilometer über den grossen Hauptstollen, der alles Wasser der Vispa auffangen muss, alle kleinen Verzweigungen der Quellen, alle Wasserfälle, alle Sturzbäche, die aus den Eisfeldern entstehen, welche Zermatt am weiten Horizont umschliessen. Der grosse Hauptstollen hat seine Nebenverzweigungen, seine Schächte, seine Siphons; die gesamten Abflüsse der Gletscher, die zur Dixence hin fliessen.“
„In der Schlucht entfernen die Teams die Oberfläche des Felsens; sie graben, reinigen, waschen mit kräftigen, harten Strahlen den Sockel der künftigen Staumauer. Weit über dem Boden sieht man die Förderkörbe der Luftseilbahn vorbeigleiten; die Stahlseile quietschen in den Seilscheiben. Welch seltsame Vögel, die hier unermüdlich hinauf- und hinabfahren, immer auf denselben Pisten. Ab und zu winkt Ihnen ein Mann im Vorbeifahren zu." |
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